Ursprung des Ursprungs der Welt enthüllt

Kunst | 26.09.2018 16:03

Gustave Courbet - "L'Origine du Monde" (1866)

Wie Medien jüngst meldeten, sei nun bekannt, wer das Modell war, welches als Vorlage für das wohl berühmteste Gemälde der erotischen Kunst diente, für "L'Origine du Monde" / "Der Ursprung der Welt" von Gustave Courbet. Ein skandalöses Werk, über das sich das Kunst-Publikum des ausgehenden 19. Jahrhunderts mächtig echauffierte, obwohl es, genau genommen, kaum jemand zu Gesicht bekam und es nur als Mythos kursierte. Auch heute noch erscheint das berühmte Kunstwerk vielen als anstößig. 2014 weigerte sich die französische Post, den „Ursprung der Welt“ auf einer Briefmarke abzudrucken, da es Kinder verstören könnte. Und in diesem Jahr fiel ein Abbild des Kunstwerkes auf einem facebook-Profil der Zensur und darauf hin folgenden Schließung des Accounts zum Opfer. Den heutigen Leitmedien ist die Neuigkeit um den Skandal-Klassiker nun immerhin Anlass, das erotische Meisterwerk doch großflächig schamlos (also ohne zu kaschieren oder ohne das berühmte Feigenblatt/schwarzer Balken) zu präsentieren - wenn das mal bloß nicht die von Pädagogik verstörten Kinder in der Auslage am Zeitungskiosk sehen...

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In The Cut - Der männliche Körper in der feministischen Kunst

Events | 08.08.2018 15:13

Eunice Golden - Purple Sky (1969)

Die Sexualität als zentrales Thema in der Kunst war bis in die 1970er Jahre vornehmlich vom männlichen Blick auf den weiblichen Körper beherrscht. Mit der Emanzipationsbewegung und dem damit wachsenden Selbstbewusstsein der Frauen setzte auch die Befreiung ihrer Sexualität ein. Die neu gefundene Lust der Frau schlug sich auch in der Kunst nieder. Doch bis heute ist die Erotik aus der Sicht der Frau und eine damit einher gehende selbstbestimmte Sexualität keineswegs selbstverständlich. Die Ausstellung "In the Cut - der männliche Körper in der feministischen Kunst" in der Stadtgalerie Saarbrücken, wagt etwas, was es so bislang nicht gab. Der explizit erotische und begehrende (und nicht kritisch-moralinsaure) Blick von Künstlerinnen auf den Mann. Dies ist sicherlich keine Ausstellung für, auf den männlichen Körper besonders schamhaft reagierende Menschen, zumal die Pressemitteilung zur Ausstellung "viele nackte Tatsachen" verspricht.

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Sexismus-Skandal um eine Busenschnecke in Hannover

Erotik | 16.03.2018 18:11

Dr. Günter Haese - Die Busenschnecke Dori

Die aktuelle Sexismus-Debatte, seit der #metoo-Kampagne gegen sexuelle Belästigung von Frauen in der amerikanischen Filmindustrie, sprich in Hollywood, sorgt für viel sozialen Zündstoff, und treibt nun auch in Hannover fast kuriose Stilblüten aus. Pünktlich zum diesjährigen Coitus Interruptus der, durch erneuten Schneefall jäh wieder zerstörten ersten, sich zart entfaltenen Frühlingsgefühle bei den eher stoischen Niedersachsen, geht ein streitbarer Briefwechsel im Internet viral, den sich zwei hannoversche Würdenträger aus Politik und Wirtschaft zum Thema 'Sexismus' gerade liefern. Eine gute Gelegenheit, dass Galerie Liebreiz sich endlich auch einmal dem für manche leidigen, für andere durchaus amüsanten Thema widmet, zumal es auch in Bezug auf die erotische Kunst so hohe Wellen schlägt.

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Erotik, Kunst und Hingabe des Schlafes in Bremen

Events | 14.11.2017 11:11

Felix Valloton - Nu à l'echarpe verte, 1914

Die zurück gelehnte Schöne im Halbakt von Felix Valloton bildet das Leitmotiv der Ausstellung. Der grüne Schal, der sich nachlässig um die Hüfte der Schlafenden schlingt, korrespondiert elegant mit dem Streifenmuster der gleichfarbigen Tapete des Hintergrunds. Die Ruhe aber enthält eine sublime Spannung, mindestens macht sie den Betrachtenden unausweichlich zum Voyeur. Das Thema Schlaf fasziniert seit jeher Künstlerinnen und Künstler. Zahlreichen ungelöste Rätsel und Geschichten, ranken sich um diesen unbewussten Zustand und sind bis heute Motiv für unzählige Kunstwerke. 70 davon stehen nun im Fokus der Ausstellung im Bremer Paula Modersohn-Becker Museum, die sich dem Schlaf in der Kunst von fünf Seiten nähert: der private, der öffentliche, der erotische und der märchenhafte Schlaf sowie – zu guter Letzt – das Bett als Ort des (Künstler-)Schlafs.

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Näher dran am puren Nackten mit Lucian Freud

Events | 20.09.2017 12:35

Berühmt wurde Lucian Freud vor allem für seine Porträts, in denen er sich Menschen und Tieren mittels einer fast wissenschaftlichen Beobachtung näherte.Jetzt zeigt der Berliner Martin-Gropius-Bau in der Ausstellung "Closer" 51 Radierungen Freuds - eine Technik, der sich der 2011 verstorbene britische Maler und Enkel Sigmund Freuds erst in seinem Spätwerk ab 1982 verstärkt zugewandt hatte. Die Radierungen hätten es Freud erlaubt, seine "Bestandsaufnahme des Körpers" noch einmal zu intensivieren und noch näher an sein Objekt heranzukommen, ist im Pressetext zur Ausstellung zu lesen. Jede Ader, jede Hautfalte, jeder noch so kleine Makel, alles Intime liegt in seinen radikal-realistischen Bildern gnadenlos offen. Aber es ist die Art, wie er die Menschen sah. „Zu den aufregendsten Dingen gehört, durch die Haut hindurchzusehen, bis zum Blut, zu den Venen und Narben.“

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Erleben wir eine Sperma-Krise?

Erotik | 18.09.2017 23:44

sperms don't like smoke

Wieder einmal schreien die Schlagzeilen der Tageszeitungen in großen Lettern: Die Deutschen/Europäer sterben aus. Männer - das schwache Geschlecht. Neue Männer braucht das Land. Frauen sind glücklicher ohne Männer. Männer wollen keine Kinder mehr. Immer weniger Junge zahlen für immer mehr Alte. Immer mehr Alte sind vereinsamt und in Not. Im gleichen Kanon lesen sich die seit Jahrzehnten zunehmenden Studien über die männliche Fruchtbarkeit meist wie Notstandsberichte. Die Anzahl und Qualität der Spermien sinke unaufhaltsam, berichten jene Forscher. Wenn die Entwicklung nicht gestoppt werde, sei die generelle Zeugungsunfähigkeit des Mannes nur noch eine Frage von Jahrzehnten. Die Menschheit könnte auf dem besten Wege sein, sich selbst auszurotten. Es droht die Sperma-Krise.

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